Der Name Afghanistan für
das Bergland am Hindukusch ist relativ neu und wurde erst im 18. Jahrhundert
eingeführt.
In der Antike hieß das Land "Ariana", im
islamischen Mittelalter "Chorasan".
Die Nomaden begannen um 1500 v.Chr. mit der
Besiedlung des afghanischen Berglandes und gaben ihrer neuen Heimat den
Namen "Ariana".
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| Alte Festung aus der Zeit Alexander des Großen
Osten
Afghanistans bei Herat |
| Zur Zeit der ersten moslemischen Vorstöße
nach Afghanistan im 7. Jahrhundert n. Chr. war dort der Buddhismus die vorherrschende
Religion, bis er ein Jahrhundert später vom Islam abgelöst
wurde.
Im 13. Jahrhundert eroberten die Mongolen das Land, das in der Folgezeit unter der Herrschaft verschiedener mongolischer Reiche blieb. Die haben die meisten damalige Städte in schaut and Asche gelegt |
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| In der Moschee von Mazar-i-Sharif im Norden
Afghanistan
soll der Schwiegersohn Ali vom Prophet Mohammed begraben sein |
| Seit Beginn des 16. Jahrhundert regierten dann die persischen Safawiden den Westen des Landes, während der Osten weiterhin zwischen Persien und dem Mogulreich umkämpft bliebt. | ![]() |
| Stadt Bameyan im Zentrum Afghanistan, wo
der größte Buddha stand. |
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Erst im 18. Jahrhundert erfolgte unter der Führung von
Ahmed Schah Durrani die Nationalstaatlichkeit. Er einigte die Stämme des Landes
und gründete die Dynastie der Durrani, die bis 1973 an der Macht blieb. Im 19. Jahrhundert wurde Afghanistan zum Puffersaat
zwischen dem britischen Empire und dem zaristischen Russland.
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1973 stürzte Mohammed Daud Kahn die Monarchie, rief die Republik aus und ernannte sich als Präsident mit diktatorischer Vollmacht. 1978 putschten die Kommunisten unter Führung Noor Mohammad Taraki.
Gegen ihren Versuch, binnen kurzer Zeit die Stammesgesellschaft
Afghanistan in einen modernen zentralistischen Staat umzuwandeln, erhob
sich regionaler Widerstand der verschiedenen Stämme, der bald zu einer
mächtigen, bewaffneten Rebellion anwuchs. Mit dem Eingreifen der Sowjetunion
auf Seiten der Regierung 1979 wandelte sich der Bürgerkrieg zum vom
Ausland finanziell unterstützten Freiheitskampf gegen die Besatzungsmacht.
| Anfang 1989 zog sich die Sowjetunion aus Afghanistan
zurück. Die Kämpfe zwischen den Mudjahedin, übersetzt "Gottessreiter", und der Regierung halten
unvermindert an.1992 gelang dem Widerstand der Sturz des Najibullah-Regimes. Neuer Staatspräsident wurde Professor Burhanudin Rabbani. Der Krieg hat das Land sehr in Mitleidenschaft gezogen. Nur wenige Städte und Dörfer blieben
verschont. Quelle: Länder Lexikon. |
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stolzer Mujahed in den 80-er Jahre |
Blutige Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden
Mudjahedin-Gruppierungen verhinderten eine politische Stabilisierung.
Vor allem wurde durch Gulbudin HikmatJar, Führer
der Hizbi Islami-Gulbuddin (Islamische Partei), ein großer Teil von
Kabul zerstört.
| Die radikalislamischen Taliban,
die durch Pakistan und andere Länder unterstützt wurden, griffen im
Jahre 1994 in den afghanischen Bürgerkrieg ein und brachten den größten
Teil des Landes unter ihre Kontrolle. Nach der Eroberung die afghanischen Hauptstadt Kabul im Jahre 1996, haben die Taliban Milizen den früheren kommunistischen Präsidenten Dr. Mohammed Nadschibullah aus dem UNO Hauptquartier, in dem er seit 1992 Schutz gefunden hatte, verschleppt und öffentlich erhängt. |
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Die schreckliche Taliban Zeit: wer gestohlen hat, dem wurde sein Handabgehackt |
Der Staatspräsident Professor Burhanudin Rabbani und der Verteidigungsminister Amad Shah Massud (bekannt als 'Löwe des Panjshirtal') haben sich aus Kabul zurückgezogen. Die sie unterstützenden Milizen konnten sich im Nordosten und anderen Gebieten Afghanistans gegen die Taliban behaupten.
Der Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar ließ sich zum Beherrscher der Gläubigen ausrufen. Sie proklamierten einen streng islamischen Gottesstaat (Islamisches Emirat Afghanistan) und führten die Scharia ein.
Es gelang dem Regime jedoch nicht, eine funktionierende staatliche Verwaltung zu etablieren. Außenpolitisch blieben die Taliban isoliert.
Die Zerstörung
von Kulturgütern (Buddha) aus vorislamischer Zeit rief Anfang März 2001 internationale Proteste hervor.
Die fortdauernde Duldung des islamischen Extremisten Usama Bin Ladin im Herrschaftsbereich der Taliban führte zum Konflikt mit den USA.
Nach den Terroranschlägen im September 2001 auf New York und Washington begannen die USA - in Zusammenarbeit mit anderen Staaten - mit der Bombardierung Afghanistans. Für die Anschläge machten die USA Bin Ladin und dessen Terrornetzwerk Al Qaida verantwortlich.
Nach nur wenigen Monaten Krieg wurde mit Hilfe der Vereinigten Front (Nordallianz) die bisherige Taliban-Regierung gestürzt und ein vorläufiges Regierungssystem installiert. Bin Laden allerdings wurde noch nicht gefasst.
Unter Leitung der Vereinten Nationen fand im Dezember 2001 auf dem Petersberg bei Bonn die Afghanistan-Sicherheitskonferenz statt. Die Delegierten beschlossen die Bildung einer Übergangsregierung für 1,5 Jahre, deren Führung Hamid Kazai übernehmen sollte. Am 22.12.2001 wurde diese neue Regierung in Kabul vereidigt. Im Juni 2002 wurde Kazai durch die Delegierten der Großen Ratsversammlung (Loya Jirga) erneut zum Staatsoberhaupt von Afghanistan gewählt.